12. Januar 2012
Energiesparendes Bauen beginnt schon lange vor der eigentlichen Bauphase, bereits beim Grundstückskauf können umweltbewusste Bauherren auf bestimmte Eigenschaften achten, um das Gebäude möglichst ressourcenschonend zu errichten. In den meisten Neubaugebieten müssen Bauherren bestimmte behördliche Auflagen erfüllen, außerdem gibt es Beschränkungen bei der Gebäudeausrichtung und dem äußeren Erscheinungsbild. Die beste Planung wird wertlos, wenn große Südfenster und eine Erdwärmeanlage nicht installiert werden dürfen, weil die Genehmigungen durch das Bauamt nicht erteilt werden.
Zusätzlich ist auch die Lage des Grundstücks beim Hausbau entscheidend. Stehen auf dem Nachbargrundstück eventuell größere Nadelbäume, die auch im Winter das Gebäude beschatten? Liegt das Grundstück an einem Hang? Bereits in der ersten Planungsphase sollten zukünftige Eigentümer die Eignung des Grundstücks und die speziellen Eigenschaften berücksichtigen, damit es während der Bauphase nicht zu bösen Überraschungen kommt, weil erforderliche Genehmigen nicht bewilligt werden und der Bauherr keinen Einfluss mehr darauf nehmen kann. Im schlimmsten Fall muss die komplette Planung geändert werden.
Günstige Voraussetzungen für ein energiesparendes Haus

Foto: RainerSturm_pixelio.de
Schon vor dem Bau sollten zukünftige Hausbesitzer einen besonderen Wert auf die Ausrichtung des Gebäudes legen. Der Bereich des Hauses, in dem sich der größte Teil des alltäglichen Lebens abspielt, sollte nach Süden ausgerichtet werden, da dadurch im Winter weniger Heizenergie aufgewendet werden muss. Schlafzimmer und andere wenig genutzte Räume können dagegen durchaus im Norden liegen, da der Heizbedarf dort ohnehin geringer ist.
In dicht besiedelten Gebieten müssen Bauherren zusätzlich auf die Größe des Grundstücks und die behördlichen Auflagen achten. Wer sich für ein kleineres Grundstück entscheidet, hat unter Umständen nicht den Platz für eine größere Erdwärme- oder Solarthermie-Anlage, außerdem können die möglichen Heizanlagen durch zusätzliche Auflagen deutlich teurer werden. Wenn aufgrund der Auflagen eine Holzpelletheizanlage nur installiert werden darf, wenn der Schornstein mit einem Partikelfilter ausgerüstet ist, können schnell Mehrkosten von mehreren 1000 Euro entstehen, für die ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf besteht. Wer die Lage und die Eigenschaften des Grundstücks von vornherein in die Planungen einbezieht, kann sich viel Ärger und einiges an Zeit ersparen.
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22. Dezember 2011
Es ist Winter geworden und am ehesten merkt man das an den fallenden Außentemperaturen. Wenn wir in die Kälte müssen, wappnen wir uns vor der kalten Luft mit dicken Jacken, Schals und Mützen und freuen uns, wenn wir in die gut geheizten Gebäude kommen. Auch in den Wohnungen und Häusern werden die Heizungen angestellt und wir versuchen so die Kälte außen vor zu lassen. Bei den steigenden Heizkosten versuchen wir natürlich effizient die Wärme in die Räume zu lassen und damit umzugehen.

Foto: Andreas Morlok / www.pixelio.de
Mit den steigenden Preisen sollte man versuchen so gut wie möglich mit der Wärme zu haushalten. Entsprechend sollten die Fenster abgedichtet sein, Die Dämmung des Hauses sollte auf dem neusten Stand sein und auch die Heizungsanlage sollte an den modernsten Standards angepasst sein. Früher wurden die Heizkessel noch zu groß ausgelegt, als das Thema der Energiekosten noch nicht so wichtig war. Wenn man in einem älteren Haus mit einem veraltet Heizungssystem wohnt sollte man über eine Modernisierung der Anlage nachdenken. Auch wenn die Kosten erst mal hoch sind, amortisieren sie sich jedoch auf lange Sicht.
Worauf muss man allerdings im Vorhinein achten? Zum Beispiel sollten solche Fragen wie „Welche Heizleistung benötigt ein Einfamilienhaus mit drei Schlafzimmern?“, „Wie groß muss der Warmwasserspeicher ausgelegt sein?“ oder „soll die Heizleistung durch Solarenergiekollektoren unterstützt werden?“ geklärt sein. Bei einem Neubau sind 30 – 80 Watt Heizleistung einzuplanen und bei einem älteren Gebäude 80 – 120 Watt. Bei einer Heizungsanlage – egal wie alt – sollte auf jeden Fall ein Brennwertgerät angebracht sein. Ein Brennwertkessel kann auch die Kondensationswärme des Wasserdampfes im Abgas nutzen und so einen circa 10 Prozent höhere Energieeffizienz haben. Eine umweltfreundliche Variante ist eine Holzpellet-Feuerungsanlage, da sie keine Netto-Kohlendioxid-Emissionen erzeugen und sie sind noch sehr preiswert im Unterhalt was die Holzpellets betrifft. Was man immer bei einer Modernisierung der Heizungsanlage bedenken sollte, sind Solaranlagen, die auf den Dächern der Häuser angebracht werden und so bei der Wärmeerzeugung helfen können.
Es gibt viele Möglichkeiten seine alte Heizungsanlage anzupassen und angesichts der steigenden Energiepreise sollte man darüber auch ernsthaft nachdenken. Auf lange Sicht können viele Kosten eingespart werden und man kann etwas gegen eine immer höher werdende Umweltbelastung tun. Bevor man sich für ein System entscheidet, sollte man die entsprechenden Alternativen bei einem Fachmann durchgesprochen und abgeklärt haben.
Tags: energie sparen, Heizungsanlage
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9. November 2011
Den Energieausweis gibt es bald seit drei Jahren und findet ganz allmählich Anwendung in der Immobilienwelt. Sicherlich muss noch Einiges getan werden, damit der Ausweis eine feste und unumgängliche Größe bei dem Thema „Haus und Wohnung“ wird. Mit Hilfe des Energieausweises sollen eventuelle Mängel an einer Immobilie schneller sichtbar gemacht und Schwachstellen ausgebessert werden. So dass unnötiger Energieverlust vermieden werden kann und die Bewohner der Immobilie entsprechende Einsparungen verbuchen können.
Doch wo und wie können Vermieter und Eigenheimbesitzer die Anforderungen umsetzen? Der Energieausweis untersucht unter anderem die im Haus verwendeten Bauteile und hält den aktuellen Abnutzungsgrad fest. Daraus ergibt sich für einige Bereiche im Haus eventuell Handlungsbedarf. Mögliche Schwachstellen können die Dämmung am Dach sein, eine veraltete Heizungsanlage oder die Abdichtung der Fenster. Bei einer veralteten oder nicht mehr funktionierenden Fensterdämmung kann viel Geld und Wäre zum Fenster raus gepustet werden.

Foto: Maren Beßler / pixelio.de
Grundsätzlich ist Luft ein schlechter Wärmeleiter, bewegte Luft hingegen kann viel Wärmeenergie transportieren. So kann ein zu starker Luftstrom auch einen eigentlich recht warmem Raum als kühl erscheinen lassen. Besonders fällt das in den Winter- und Übergangsjahreszeiten auf, wenn es draußen oft kalt und nass ist, da feuchte Luft mehr Wärme transportieren kann, weil sie Waser enthält. Damit die Räume nicht auskühlen, versuchen die Bewohner gegen diese Kälte anzuheizen und ein endloser Kreislauf nimmt seinen Lauf.
Was kann man dagegen machen? Zum Einen ist die etwas kostenintensivere Variante ist das Einsetzen von neuen Fenstern, die den neusten Energievorschriften entsprechen. Hier sollte allerdings auch ein Fachmann vor Ort sein und die Fenster entsprechend ein- und aussetzen. Eine preiswerte Variante ist die Fensterabdichtung mittels eines Dichtbandes. Das findet man in jedem gut sortierten Baumarkt und es bietet sich für die schmale Brieftasche an. Das Anbringen eines solchen Dichtbandes kann auch alleine vorgenommen werden. Das Fenster sollte in der Innenpfalz gründlich gereinigt sein, damit das Band gut eingeklebt werden kann und dadruch entsprechend lange hält. Je nach Qualität der Dichtungsmasse sollten die Bänder alle zwei bis fünf Jahre ausgetauscht werden. Eine mögliche Ersparnis kann sich bei einer durchschnittlich großen drei Zimmern Wohnung auf 50-100 Euro jährlich belaufen. Abhängig ist das hier sicher von der Qualität des Dichtbandes und der Anzahlt der abzudichtenden Fenster.
Wer nach dem Energieausweis handeln möchte und eine langfristige Lösung anstrebt, sollte über das Austauschen der alten Fenster durch neue Fenster nachdenken. Die Energieeffizienz ist dadurch deutlich mehr gegeben.
Tags: Dichtband, Dichtmasse, energie sparen, Fensterabdichtung
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22. September 2011
Sonntagsnachmittage sind die Lieblingszeiten der Makler, um Besichtigungstermine für Immobilien zu vereinbaren. Oftmals ist man nicht alleine in der möglichen neuen Traumimmobilie, sondern teilt sich den ersten Eindruck in alle Zimmer mit weiteren Interessenten. Nach dem ersten Blick sieht man Männer und Frauen, Eltern und Kinder in den unterschiedlichen Ecken stehen und beratschlagen ob die Immobilie den gewünschten Vorstellungen entspricht. Dabei sind die offensichtlichen Faktoren, wie Aufteilung der Zimmer, Helligkeit der Räume, ob das Badezimmer ein Fester und eine Badewanne hat oder ob es einen Balkon gibt im ersten Augenblick die wichtigen Details. Kaum ein Anwerber denkt an solche Dinge, wie den Verbrauch der Heizungen, ist die Fensterverdichtung neu und wie ist der genaue Energieverbrauch des Hauses?
Genau diese Fragen sollten sich aber Mieter und Käufer stellen, da eine schlecht isolierte Immobilie schnell zum Nebenkostenfresser werden kann. Eine schlechte Dämmung an Fenstern und Dächern oder die Nutzung von veralteten Heizungen kann die Nebenkosten in den kalten Wintermonaten schnell in ungeahnte Höhen treiben. Ein guter Makler oder Vermieter weist von sich aus darauf hin und hat im besten Fall schon einen ausgestellten Energieausweis über die Immobilie dabei. Der Energieausweis ist für Mieter und Käufer ein wichtiges Indiz auf die Qualität der Immobilie.

Foto (Thorben Wengert / pixelio.de)
In den letzten Wochen haben sich einige Änderungen ergeben, es soll eventuell zu einem neuen Entwurf für ein Energieausweis-Vorlage-Gesetz kommen. Die Ergänzung soll bewirken, dass Verkäufer und Vermieter bereits bei der Inserierung der Immobilien verpflichtet werden die entsprechende Energieeffizienzklasse des Objektes anzugeben. Des Gesetzesentwurf sieht vor, dass bei Verstoß der Vorschrift bis zu 1450 Euro Strafe zu zahlen sind. Diese Verpflichtung gilt für private und gewerbliche Vermieter und Verkäufer. Auch eine Ausnahmeregel für bestimmte Gebäudekategorien sieht das Gesetz vor. Zum 01.01.2012 sollte das Gesetz in Kraft treten und das bisher geltende Energieausweis-Vorlage-Gesetz von 2006 aufgehoben werden. Das Gesetz hat nicht nur Befürworter, sondern die negativen Stimmen machen sich auch bemerkbar. So lehnt der Präsident des Immobilienrings IR solche Regulierungen ab „Unsere Erfahrung, aber auch Studien zeigen, das Interesse an einer Liegenschaft ist in erster Linie durch seine Lage bestimmt, die Anschaffungskosten wie auch die laufenden Kosten. Nach Energiekennzahlen werden Immobilien sicher nicht gesucht“. Er räumt ein, dass in der Branche diese Kennzahlen sehr wichtig sind.
Bisher wurde der Energieausweis bei den Verbrauchern noch nicht gut angenommen und sollte stärker in den Fokus gebracht werden, da der Ausweis bei der Einsparung von versteckten Kosten sehr gut helfen kann.
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23. August 2011
Für die Interessenten von Miet- oder Kaufimmobilien hat der Gesetzgeber 2009 den Energieausweis für Immobilien eingeführt. Nach 2 Jahren Erfahrungen mit dem Energieausweis zeigt sich die Erfolgsbilanz recht durchwachsen. Aus eigenen Erhebungen und einer zugehörigen Studie schließt der Immobilenverband West, dass der Energieausweis unter geringer Nachfrage und Akzeptanz leidet.
Seit 2009 müssen Eigentümer von Immobilien auf Verlangen vor der Vermietung den Energieausweis vorlegen. Für den Verkauf von Immobilien gilt eine Vorlagepflicht. Der Energieausweis kommt in 2 Varianten vor. Der Bedarfsausweis ähnelt einem Gutachten, das von einem autorisierten Sachverständigen erstellt wird. Er besichtigt die Immobilie und macht eine gründliche Bestandsaufnahme aller getroffenen Maßnahmen und Eigenschaften zur Energieeffizienz. Die 2. Variante ist der Verbrauchsausweis. Er wird von einem Sachverständigen erstellt, der die Verbrauchswerte der letzten 3 Jahre als Grundlage analysiert. Dazu erfragt er zusätzliche Daten über die Nutzung und die Personenanzahl im Haushalt. Daraus errechnet er die Verbrauchswerte und erstellt den Energiepass. Eine Besichtigung der Immobilie findet in diesem Fall nicht statt.
Bisher ist die Nachfrage nach dem Energieausweis schleppend. Nur etwa die Hälfte der potenziellen Immobilenkäufer fragen aktiv danach. Bei Mietinteressenten ist es sogar nur ca. ein Drittel. Die Fachleute der Immobilienwirtschaft sehen mehrere Gründe, warum sich das Instrument am Markt so schwerfällig verhält. Die Mieter scheuen die Frage nach den Unterlagen, weil sie nicht schon vor Mietbeginn als unbequem und pingelig erscheinen wollen. Sie befürchten häufig, den Zuschlag für die Wohnung nicht zu erhalten, wenn sie sich als kritisch darstellen. Bei Käufern ist der Energiepass wegen seiner vielen Zahlen unbeliebt. Sie verlassen sich auf die persönliche Besichtigung und den vorhandenen baulichen Zustand.

Energieausweis selektiv genutzt (Foto: Thorben Wengert / pixelio.de)
Die Immobilienmakler verwenden in ihren Angeboten den Energieausweis nur selektiv. Oft sind die ermittelten Daten keine Kaufempfehlung wegen schlechter Energiebilanz. Dann wird das Papier lieber möglichst wenig erwähnt. Energieausweise mit positiver ökologischer und ökonomischer Bilanz werden dagegen gerne als verkaufsförderndes Werbeargument verwendet. Wünschenswert wäre für die Zukunft eine verbindliche Vorlagepflicht bei Vermietung oder Verkauf. Auch für bestehende Mietverhältnisse wäre die Maßnahme interessant und sinnvoll. Die Verbraucher haben sich beim Kauf von Elektrogeräten an die Energieausweise längst gewöhnt. Positiv wäre dies auch bei der Vermarktung von Immobilien.
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26. Juli 2011
Energiesparen ist seit Jahren ein Zauberwort in umwelt- und wirtschaftspolitischen Debatten. Mittlerweile sind viele Förderungsprogramme zur energetischen Gebäudesanierung aufgelegt worden, doch der tatsächliche Energieverbrauch und der noch vorhandene Sanierungsbedarf sind von Gebäude zu Gebäude immer noch sehr unterschiedlich. Kaufinteressenten und Mieter hatten lange Zeit keine Möglichkeit, sich hierüber verlässliche Informationen zu beschaffen. Seit 2009 ist die Erstellung eines Energieausweises bei Bau, Umbau oder Erweiterung eines Gebäudes verpflichtend. Der Ausweis dient dazu, den Energiebedarf eines Hauses oder einer Wohnung zu dokumentieren, um so Auskunft über Energiekosten und Möglichkeiten der Energieeinsparung zu geben. Grundlage der energetischen Bewertung eines Gebäudes ist der Energiebedarf. Bei Bauten, die vor der Wärmeschutzverordnung von 1977 errichtet wurden, kann alternativ auch der Energieverbrauch herangezogen werden. Interessenten bzw. Käufern, Pächtern und Mietern eines Hauses oder einer Wohnung ist der Energieausweis auf Verlangen zugänglich zu machen. Hiervon ausgenommen sind lediglich Baudenkmäler und Gebäude mit einer Fläche von weniger als 50 Quadratmetern. Energieausweise werden von Spezialisten in den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Elektro- und Gebäudetechnik ausgestellt. Viele Handwerksbetriebe haben hierzu die staatliche Berechtigung erworben oder verfügen über staatlich anerkannte Prüfer.

Für Mieter und Kaufinteressenten schafft der Energieausweis Transparenz in Bezug auf Energiebilanz einer Wohnung oder eines Hauses. Bei ständig steigenden Energiepreisen machen die Heizkosten einen immer größeren Anteil der Nebenkosten aus. Da macht es Sinn, vor dem Abschluss eines Kauf- oder Mietvertrags einen sehr genauen Blick auf den Energieausweis zu werfen. Bei einer günstigen Energiebilanz kann man mit weniger Nebenkosten und zudem noch mit einem deutlich angenehmeren Wohnkomfort rechnen. Fällt die Energiebilanz weniger gut aus, könnten Nachbesserungen oder gar eine energetische Sanierung erforderlich werden. Denn bei schlecht gedämmten Dächern, Wänden und Fenstern können die Energiekosten schnell ins Unermessliche steigen. Genau diese baufälligen Stellen nimmt der Energieausweis genauer unter die Lupe und bewertet die Energiebilanz eines Gebäudes auf einer Farbskala. Darüber hinaus wird im Energieausweis der Sanierungsbedarf eines Gebäudes aufgeführt, so dass man als Käufer schnell einen Überblick über erforderliche Maßnahmen und Kosten gewinnen kann. Für Bauten, die bereits saniert wurden sowie für Neubauten wird kein Sanierungsbedarf aufgeführt.
Den Energieausweis gibt es, wie oben erwähnt, in zwei Varianten. Beim Verbrauchsausweis wird der tatsächliche Energieverbrauch einer Wohnung oder eines Gebäudes an Hand der Heizkostenabrechnungen der letzten drei Jahre ermittelt. Dieses Verfahren hat den Nachteil, dass es nur das Heizverhalten, nicht aber den baulichen und energetischen Zustand eines Gebäudes berücksichtigt. Daher ist für neuere Häuser und Wohnungen der Bedarfsausweis vorgeschrieben. Für den Bedarfsausweis nehmen staatlich geprüfte Energieexperten das betreffende Gebäude genau unter die Lupe und ermitteln nach neuesten wissenschaftlichen Standards den Energiebedarf des Gebäudes oder der Wohnung. Mit dem Bedarfsausweis bekommt der Mieter oder Käufer verlässliche Informationen, die unabhängig davon sind, ob jemand wenig oder viel heizt, sondern sich am baulichen Zustand orientieren. Der Energieausweis ist also ein wichtiger und verlässlicher Indikator, an dem man die zu erwartenden Heizkosten für ein Gebäude oder eine Wohnung ebenso ablesen kann, wie mögliche Sanierungs- und Umbaumaßnahmen, um die Energiebilanz zu verbessern.
Tags: energie sparen, Energieausweis News, Versteckte Kosten
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21. Februar 2011
Augen auf beim Hauskauf – das sollten alle zukünftigen Eigenheimbesitzer beachten. Ob man ein Haus selber baut oder ein bereits erbautes Haus käuflich erwirbt. Es ist wichtig die Kosten und auch auf andere Dinge rund um den Erwerb einer Immobilie im Blick zu haben. So können sich die Kaufwilligen schon im Internet vorab ein umfangreiches Wissen aneignen. Dennoch wird empfohlen, dass man sich Unterstützung durch einen Profi holt.
Gerade wenn sich Neu-Eigenheimbesitzer für eine bereits bestehende Immobilie entscheiden, müssen verschiedene Faktoren abgeklärt werden. Sinnvoll ist es, sich einen Fachmann in Form eines Gutachters an die Seite zu stellen. Sicherlich sind hier in erster Linie hohe Kosten zu erwarten, die sich allerdings schnell wieder auszahlen. Falls der Gutachter Mängel am Haus feststellt, hat man eine gute Grundlage für die spätere Preisverhandlungen. Die Immobilienpreise können so aufgrund des individuellen Zustands des Hauses variieren.

Neubau - Dachzimmer im Rohbau (Foto: Rainer Sturm / pixelio.de)
Bei der Prüfung eines Hauses sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Die Bausubstanz ist ein entscheidender Faktor. Sollten hier schon Mängel zu finden sein, ist die Möglichkeit das Feuchtigkeit eindringt sehr hoch. Das kann Schimmelbefall und gesundheitliche Schäden nach sich ziehen. Wenn ein Haus seit längerem zum Verkauf steht ist auch die Außenanlage zu begutachten. Es können unerwartete Kosten auf den neuen Besitzer zukommen.
Durch die Einführung des Energieausweises wird mittlerweile ein stärkeres Augenmerk auf den Energieverbauch eines Hauses gelegt. Nach dem Alter der Immobilie richtet sich auch der Aufwand der Überprüfung. Viele Hausherren vergessen über die Zeit regelmäßig zu renovieren oder Instandhaltungsmaßnahmen an dem Eigenheim durchzuführen. Dadurch kann es zu Mängeln gerade im Bereich des Energieverbrauches kommen.
Am aufschlussreichsten ist ein Energiepass, der aufgrund des Energiebedarfs der im Haus verwendeten Bauteile gemessen wurde. Mögliche Schwachstellen bei einem Haus können die Dämmung im Dach sein, die Abdichtung der Fenster, die Wärmedämmung der Außenfassade, der Keller und eine veraltete Heizungsanlage. Auch auf Strom- und Wasserleitungen muss besonders Augenmerk gelegt werden. Hier sind einige tausend Euro bei den Preisverhandlungen einzusparen. Wichtig für Verkäufer und Käufer zu wissen ist, dass bei einem Verkauf ein vollständiger Energiepass Pflicht ist.
Ein qualifizierter Berater sollte aufgesucht werden. Eine Analyse zum Energieverbrauch und –bedarf kann mehrere Seiten umfassen und kostet nicht mehr als ca 50 Euro. Es kann entweder eine Einschätzung durch ein Gespräch in der Verbraucherzentrale erfolgen oder aber ein Berater kommt zum jeweiligen Haus und erstellt einen Bericht mit persönlicher Handlungsempfehlung.
Somit können durch kleine Tricks und die Empfehlung eines Gutachters mehrere tausend Euro eingespart werden und das Risiko des bösen Erwachens nach den Hauskauf ist zu minimieren.
Tags: Einsparungen, Energieausweis News, hauskauf
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18. Januar 2011
Ein Energieausweis sollte jeder Besitzer einer Immobilie seit dem 1. Januar 2009 haben. Doch wie eine Umfrage unter 550 Energieberatern zeigt, wird der Energieausweis seltener nachgefragt als zur Einführung erwartet. Der Prototyp vom Energieausweis wurde 2004 ins Leben gerufen. Seit Anfang 2009 ist es Pflicht, dass Eigentümer einer Immobilie einen solchen Ausweis jeder Zeit vorlegen können. Grundsätzlich ist bei der Errichtung, einer Änderung, einer Erweiterung, bei der Vermietung oder Verpachtung von einem Gebäude nach der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) ein Energiebedarfsausweis auszustellen.

Einergieausweis (Thorben Wengert/pixelio.de)
Doch warum hat sich der Energieausweis in Deutschland noch nicht so durchgesetzt? Die Untersuchung des Rings Deutscher Makler (RDM) hat gezeigt, dass die große Mehrheit von Eigentümern, Käufern und Mietern noch nicht mit Ablauf und den Funktionen des Energieausweises vertraut sind. Viele wissen überhaupt nicht, dass ein bedarfs- und verbrauchsorientiertes Gutachten ausgestellt wird. Dieses Gutachten kann z.B. von Miet- oder Kaufinteressenten einer Immobilie eingesehen werden. Sicherlich ist das auch eine schwerwiegende Komponente, um sich für oder doch auch gegen eine Immobilie zu entscheiden. Ein weiterer Punkt warum der Energieausweis noch nicht bei vielen bekannt ist, kann an der undurchsichtigen Kostenstruktur liegen.
Die derzeitigen Auftraggeber sind diejenigen, die auch gesetzlich dazu verpflichtet sind. Also bei Neuvermietungen, Verkäufen oder aber wenn ein Haus neu gebaut wird. Wenn Eigentümer Modernisierungsmaßnahmen durchführen, beantragen sie schon eher den Ausweis. Kaum ein Antragssteller kommt aus dem Grund den energetischen Zustand der eigenen vier Wände zu erfahren.
Was muss passieren, dass der Energieausweis wesentlich stärker in Anspruch genommen wird? Viele Energieberater fordern eine stärkere Öffentlichkeitsarbeit, um den Fokus besser auf dieses wichtige Thema zu lenken. Außerdem wird eine bessere Visualisierung der langfristigen Energiekostenersparnisse gefordert, zudem sollte eine verständliche Darstellung der Modernisierungsempfehlungen geboten werden. Es ist wichtig, dass dieses Thema in den Fokus der Eigentümer, Käufer, Verkäufer, Mieter und Vermieter kommt. So dass man auf diese Werte achtet und danach ggf. handelt.
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24. August 2009
Ab und an ist es ja ganz sinnvoll, auch einmal über den Tellerrand zu spähen, was so in den Nachbarländern zur Thematik Energie sparen und Energieausweis diskutiert wird. Ich habe einen interessanten Artikel über die Energieausweis-Einführung in der Schweiz entdeckt. Daran find eich spannend, wie man von Seiten der Regierung die Einführung des Energieausweises dadurch unterstützt hat, dass die ersten Ausweiskäufer mit einem staatlichen Zuschuss von immerhin 200 Franken rechnen konnten. Auch wenn es nur ein kleiner Teil des Gesamtpreises ist, scheint der Anreiz doch gefruchtet zu haben. Oder ist es lediglich eine Mitnahmeprämie, da die Käufer den Ausweis ohnehin bestellt hätten?
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6. Juli 2009
Hier mal wieder ein Hinweis auf eine Informationsveranstaltung zum Thema Energieausweis. Unter dem Motto “Energiefresser oder Effizienzkönig” gibt es am 15 Juli ab 19 Uhr in Bad Rappenau im Servicecenter am Kirchplatz 9 eine Veranstaltung rund um den Energieausweis. Der Eintritt ist frei. Erläutert werden beide Energieausweisformen sowie ihre Vor- und Nachteile.
Tags: Energieausweis News, Veranstaltung
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