Ein Kraftwerk im eigenen Keller – Blockheizkraftwerke für Zuhause

16. Mai 2013

BHKW / Florian Gerlach_pixelio.de

Blockheizkraftwerke (BHKW) bzw. Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) sind im Prinzip nichts Neues. Diese Technik wird schon seit Jahren in großen Kraftwerken oder Betrieben, z.B. Krankenhäusern, angewandt. Neu ist dagegen die Nutzung dieser Technik für Eigenheime, sei es in Mehrfamilien- oder Einfamilienhäusern. Hier spricht man dann von Mini- bzw. Mikro-Blockheizkraftwerken. Der große Vorteil hierbei ist, dass die bei der Erzeugung von Strom anfallende Abwärme, die sonst als verlorene Energie an die Umwelt abgeführt würde, für die Wärmeversorgung des Gebäudes genutzt wird.

Wie sieht ein Mini- oder Mikro-Blockheizkraftwerk aus?
Diese Blockheizkraftwerke bestehen aus einem Brenner, der herkömmliche Brennstoffe verbrennt und einem damit angetriebenen Generator, der elektrischen Strom erzeugt. Die bei der Verbrennung erzeugte Wärme wird zur Heizung oder Warmwasserbereitung genutzt. Zusätzlich enthält die Anlage einen Pufferspeicher, in dem die gerade nicht benötigte Wärme gespeichert wird. Als Brennstoff eignen sich Gas, Öl oder Holz. Der erzeugte elektrische Strom kann entweder selber verwendet oder ins Netz eingespeist werden, hierfür erhält der Erzeuger eine Vergütung von seinem Energieversorger.

Stand der Technik bei KWKs für das Eigenheim:
Mini-BHKWs erzeugen 3 – 5 kW elektrische Leistung und sind damit nur für größere Anlagen, wie Wohnblocks oder Schwimmbäder interessant. Mikro-BHKWs erzeugen 1 – 2 kW, was im Bereich des Verbrauchs eines Einfamilienhauses liegt. Zusammen mit einem Zusatzbrenner, können sie auch den Wärmebedarf im Winter abdecken. Die Kosten für eine Anlage liegen bei 10.000 bis 20.000 Euro.

Wirtschaftlichkeit:
Ein BHKW ist nur dann wirklich wirtschaftlich zu betreiben, wenn es ständig unter Volllast läuft und Strom und Wärme auch genutzt werden. Das ist bei einem Einfamilienhaus schwer zu realisieren. Zwar wird der ins Netz eingespeiste Strom vergütet und die Umrüstung der Heizung eines bestehenden Hauses subventioniert, aber die Anschaffung und die Wartung verursachen derzeit noch so hohe Kosten, dass ein wirtschaftliches Betreiben kaum möglich ist. Ob und in welcher Höhe eine Wirtschaftlichkeit gegeben ist, kann man selbst im Internet berechnen. Hierfür stehen spezielle BHKW-Rechner zur Verfügung, die auf Grundlage der eigenen Kennzahlen die Wirtschaftlichkeit ermitteln.

Alternative Möglichkeiten:
Da die Wirtschaftlichkeit eines BHKW im Einfamilienhaus teilweise gering, der Einsatz dieser Technik aber erwünscht ist, haben eine Reihe von Anbietern ein alternatives Konzept entwickelt. Hierbei kauft und betreibt man nicht ein BHKW selber, sondern stellt nur den Platz hierfür zur Verfügung und kauft eine gewisse Menge Strom und Wärme zu einem günstigeren Preis vom Anbieter. Mit Kauf, Installation und Wartung der Anlage hat man hierbei nichts zu tun.
Dieses „Contracting“ genannte Modell wird hauptsächlich von Energieversorgern, wie Lichtblick oder Vattenfall, angeboten.

Haus mit Photovoltaikanlage und Windkraftwerk im Hintergrund

@Luise_pixelio.de

Vorteile eines BHKW:
Der Wirkungsgrad eines BHKW ist mit 80 – 90% der eingesetzten Primärenergie wesentlich höher als der herkömmlicher Kraftwerke. Daher ist ihre CO2-Bilanz wesentlich besser.
Durch den selber erzeugten Strom wird das Leitungsnetz entlastet, außerdem können BHKWs schnell hochgefahren werden. Sie eignen sich daher gut, um Versorgungslücken durch Wind- oder Solarenergie auszugleichen und sind daher gerade in Zeiten des Atomausstiegs eine wichtige Komponente um die Versorgungssicherheit in Deutschland zu gewährleisten.

Wie spare ich Heizkosten? Das Wichtigste auf einen Blick

26. März 2013
Wie spare ich Heizkosten?

Quelle: Immobilienscout24

In den ersten Monaten des Jahres ist es bei den meisten Haushalten soweit: es flattern die Heizkostenabrechnungen ins Haus. Für so manchen Mieter oder Eigentümer ist das wahrlich kein schönes Ereignis. Bei den jährlich steigenden Energiekosten wird Heizen immer teurer und das macht sich natürlich auf der Heizkostenabrechnung bemerkbar. Höchste Zeit also seine Wohnung auf den neuesten Stand zu bringen und schlechte Heiz-Gewohnheiten aufzugeben. Doch was genau muss beachtet werden um die Heizkosten auf ein Minimum zu reduzieren und welche Modernisierungen lohnen sich wirklich? Eine kürzlich von Immobilienscout24 herausgegebene Infografik zum Thema Heizkosten sparen zeigt sehr anschaulich, welche Möglichkeiten man hat und wie viel Ersparnis am Ende dabei herauskommt.

Höhere KfW Fördermittel für energetische Sanierung

26. Februar 2013

Die Heiz- und Stromkosten explodieren nicht nur durch die Energiewende, sondern auch durch zunehmend harte und dunkle Winter. Der Klimawandel macht sich bemerkbar. Überlegungen, sein veraltetes Heizsystem zu erneuern und auf billigere Energien umzusteigen, werden heutzutage mit besser gefüllten Fördertöpfen belohnt. Ein Modernisierungsbestreben kostet zunächst einmal Investitionen. Eine marode, ineffektive oder überalterte Heizungsanlage verbraucht aber ebenfalls viel Geld.

"Pellets für Pelletheizung"

Thorben Wengert / pixelio.de

Der Bund animiert ab 2013 mit jährlich 300 Millionen Euro an zusätzlichen Fördermitteln, die Kosten aufzurechnen. Darauf weist die Deutsche Energie-Agentur (dena) hin. Bisher wurde die energetische Sanierung für mit 1,5 Milliarden im Jahr gefördert. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau – kurz KfW – möchte über einen höheren finanziellen Anreiz mehr Hausbesitzer dazu bekommen, Förderanträge für sinnvolle Nachrüstungen oder eine Komplettsanierung zu stellen. Modernisierte Heizungsanlagen, gedämmte Hauswände und dichtere Fenster entlasten die Umwelt spürbar, senken aber auch nachweislich den Energieverbrauch und verhindern Wärmeverluste. Als Nebeneffekt erhöhen sie den Wiederverkaufswert einer Immobilie. Wichtig ist aber, dass man den Antrag auf Fördergelder stellt, bevor man mit der energetischen Sanierung begonnen hat. Wer unsicher ist, kann den Modernisierungsfahrplan unter www.intelligent-heizen.info einsehen und von nützlichen Planungstipps und übersichtlichen Informations-Broschüren profitieren.

Die Antragsunterlagen können online über die KfW Bank abgerufen und bei ihrer Hausbank eingereicht werden. Subventioniert werden einzelne Nachrüstungsmaßnahmen in einer maximalen Förderhöhe von 5.000 Euro. Etwa zehn Prozent der fälligen Investitionen kann man so vom Staat unterstützen lassen. Baut man sein Eigenheim um und erreicht den Standard eines KfW-Effizienzhauses, darf man mit höheren Fördergeldern rechnen. Bei einem Effizienzhaus 70 erhält man 25% der als förderungsfähig angesehenen Kosten bzw. maximal 15.000 Euro. Ein Effizienzhaus 55 wird mit 25% bzw. maximal 18.750 Euro gefördert. Neu im Förderprogramm der KfW ist ab 1. März 2013 auch ein zinsgünstiger Kredit für die Umstellung der Heizungsanlage auf erneuerbare Energien. Als Vorbedingung wird verlangt, dass man ab März 2013 einen unabhängigen, externen Sachverständigen als Gutachter engagiert. Dieser muss das Eigenheim vor der geplanten Sanierung und nochmals danach begutachten. Die Gutachterkosten werden aber ebenfalls von der KfW mit bis zu 4.000 Euro bezuschusst. Die KfW informiert über alle veränderten Förderbedingungen und Fördermöglichkeiten auf ihrer Homepage.

Nicht verzichten sollte man auf einen so genannten hydraulischen Abgleich. Ohne ihn werden KfW-Fördergelder nicht genehmigt. Der hydraulische Abgleich stellt sicher, dass die Heizwärme sich in allen Räumen gleichmäßig verteilen kann. Nur so kann der Energieverbrauch optimal gesteuert werden. Wer einen Überblick über die Fördermittel zur Haussanierung sucht, findet diesen in einer Fördermittel-Datenbank. Welche energetischen Verbesserungen vorgenommen werden, entscheiden jeweils der bauliche Zustand und das Alter des Hauses. Wählen kann man zwischen staatlichen Zuschüssen oder Krediten mit günstigen Zinskonditionen. Sinnvoll können auch Ergänzungskredite oder sinnvoll miteinander kombinierte Fördermaßnahmen sein. Für altersgerechte oder behindertengerechte Umbauten, die man im Rahmen der energetischen Sanierung zeitgleich in Angriff nimmt, stehen nämlich ebenfalls Fördermittel zur Verfügung. Mit einem Kredit der Hausbank plus Fördermittel der KfW-Bank ist die Finanzierung der längst überfälligen Sanierung nur noch halb so schlimm.

Mit dem „Smart Home“ Energiesparmöglichkeiten nutzen

22. Januar 2013

Wir leben in einer Zeit des Umbruchs, wo Energiesparmöglichkeiten und intelligente, per Computer oder Mobile-App gesteuerte Systeme im Privathaus oder Unternehmen immer wichtiger werden. Heutzutage kann man bei entsprechenden Voreinrichtungen bereits problemlos die Sonnenmarkisen, die Heizungen, Dachfenster und andere Dinge per Smartphone-App steuern oder aufeinander abstimmen. Nicht jeder Unternehmer oder Hausbesitzer möchte das bereits nutzen – aber die Energiesparmöglichkeiten sind beträchtlich.

Wie kann man via Internet das Haus energiesparend steuern?

Heutzutage nehmen intelligente Technologien viel Arbeit ab. “Smart Homes” können auch vom Urlaubs- oder Tagungsort aus überwacht werden. Modernes Wohnen bedeutet beispielsweise, dass man per Smartphone die Steuerung der Heizung übernehmen kann oder die Sonnenmarkise auch während der Abwesenheit ein- und ausfahren kann. Dazu benötigt man nur miteinander vernetzte und im Computer programmierbare Geräte. Jenseits aller Programmierung, die vollautomatisch vor sich geht, kann man in einem “Smart Home” aber jederzeit auch manuelle Steuerungen vornehmen. Der dafür nötige internationale Systemstandard ist bereits bei vielen modernen Geräten namhafter Hersteller vorhanden. Die Betriebssoftware koordiniert alle Systeme und fügt sie operativ zusammen. Intelligente Heizungen können über Sensoren starke Sonneneinstrahlung bemerken und die Heizleistung entsprechend niedriger einstellen. Das intelligent gesteuerte Haus nimmt es dem Bewohner ab, über die Heizung nachzudenken.

Energiesparmöglichkeiten durch Smart Homes

birgitH / pixelio.d

Intelligente Technologie nutzt bevorzugt Zeiten, zu denen der Strom billiger ist. In Spitzenverbrauchszeiten ist der Strom nämlich wegen der höheren Einspeisungsvergütung teurer. Die Waschmaschine schaltet sich bei entsprechender Steuerung automatisch ein, wenn der Versorger meldet, dass der Strompreis niedrig ist. Hersteller mit Ideen für morgen erfinden immer neue Systeme, die das Leben erleichtern sollen. Vor allem die Neuentwicklungen im Energiesparsektor rechnen sich seit der Energiewende. Wer überzeugende Ersparnisse an Heiz- und Energiekosten realisieren kann, nutzt die Möglichkeiten der “Smart Homes” deutlich lieber. Neben einer besseren Dämmung der Außenwände kann man auch über eine intelligente und effektive Steuerung aller Geräte Energiekosten senken. Dank vernetzter Leitungen oder Funksignale können die Geräte kommandiert werden. Interessant ist der Umstand, dass der Einbau oder die nachträgliche Umrüstung auf „Smart Technology“ nicht wesentlich mehr Kosten verschlingen als eine herkömmliche Elektro-Installation. Die Mehrkosten amortisieren sich angesichts der Ersparnispotentiale überdies schnell. Energieersparnisse von 20-30 Prozent sind problemlos realisierbar. Jedes Gebäude hat seine eigenen Sparpotentiale, die durchaus auch höher ausfallen können. Experten, die sich mit der Vernetzung der energiebezogenen Technologien auskennen, gibt es allerdings noch nicht genug.

Die Zukunft wird „smart“

Zukünftig wird es dank der Vernetzung aller Geräte möglich sein, dass nicht nur die Hausbewohner das “Smart Home” intelligent steuern können, sondern auch die Energieversorger selbst eingebunden werden, um aktuelle Daten zu liefern. Chips und Mikroprozessoren sorgen für die Auswertung und stellen alle Geräte so ein, dass sie den größtmöglichen Spareffekt nutzen. Die auch nachträglich installierbaren Mikrochips können bei entsprechender Vernetzung miteinander kommunizieren. So stellen sich verschiedene Geräte automatisch aufeinander ein, ohne dass der Hauseigner eingreifen muss. Die Programmierung von verschiedenen Lichtschaltern erfordert nicht einmal einen Computer. Da innovationsfreudige Unternehmen für die Entwicklung solcher Technologien Fördergelder erhalten, dürften bald schon weitere Energiesparmöglichkeiten gegeben sein. Gefordert sind aber auch die Energieversorger, die ihre Daten zugänglicher machen müssen, um den Abnehmern die effektivere Nutzungen von Preisschwankungen zu ermöglichen.

Energieausweis ab 2013 Pflicht für Vermieter und Verkäufer von Immobilien

13. Dezember 2012

Der Energieausweis, der den Heizenergiebedarf entweder ermittelt oder auf Grundlage der Verbräuche vergangener Jahre wiedergibt, ist ein wichtiges Dokument zur energetischen Einschätzung von Gebäuden. Der tatsächliche Heizenergieverbrauch bzw. -bedarf wird dabei auf einer Skala, die von grün (sehr energieeffizient) bis rot (Energieschleuder), bildlich eingeordnet. Es gibt ebenfalls eine Referenzskala, die bestimmte Gebäudetypen wie beispielsweise “Passivhaus” und “ungedämmter Altbau” auf dieser Skala einordnet. So können sich Interessenten einen ersten Eindruck von den Heizkosten, die auf sie zukommen, machen.

Verbrauchs- oder Bedarfsausweis

Energieausweis für Immobilien

Thorben Wengert / pixelio.de

Es wird bei den Energieausweisen unterschieden zwischen sogenannten Verbrauchsausweisen, die relativ günstig sind, und Bedarfsausweisen, die teurer sind. Der Verbrauchsausweis basiert auf den Verbräuchen der letzten drei Heizkostenabrechnungs-Zeiträume und gibt den tatsächlichen durchschnittlichen Verbrauch wieder. Dabei wird aber nicht unterschieden zwischen besonderen Energieverschwendern und sehr sparsam heizenden Mietern, was die Aussagekraft schmälert. Der Bedarfsausweis hingegen geht nicht von vorhandenen Verbräuchen aus, sondern analysiert ein Gebäude ganz genau hinsichtlich seines Bedarfs an Heizenergie. Dabei werden nicht nur die Heizungsanlage selbst, sondern auch der dämmtechnische Zustand (Fenster, Außenwände, Geschossdecken im Keller und unter dem Dach, Höhe der Räume usw.) erfasst. Da dies für den Ausstellenden mit erheblich mehr Aufwand verbunden ist, weil er zumindest eine gründliche Untersuchung bei einer Ortsbegehung durchführen muss, ist der Bedarfsausweis auch teurer. Es ist jedoch festzustellen, dass ein Vergleich des Bedarfsausweises mit den tatsächlichen Verbräuchen nicht selten zeigt, dass der Bedarfsausweis den Energieverbrauch zu hoch einschätzt. Bis zu 108 Prozent Abweichung (nach oben) wurden gemessen.

Pflicht zur Vorlage des Energieausweises

Mieter oder Käufer können verlangen, den Energieausweis zu sehen, um sich ein Bild von möglichen Heizkosten machen zu können. Zwar ist der Energieausweis schon länger Pflicht für Hausbesitzer, doch nicht viele Mieter/Käufer fragen nach ihm, und so spielt er derzeit nur eine untergeordnete Rolle bei Verkauf und Vermietung. Das soll sich ändern – denn ab 2013 ist es vorgeschrieben, dass Vermieter/Verkäufer unaufgefordert den Energieausweis vorlegen. Zusätzlich soll es Pflicht sein, die relevanten Angaben aus dem Energieausweis bereits in der Anzeige (beispielsweise online oder in der Zeitung) aufzuführen. Wer keinen Energieausweis vorlegen kann, wird mit deftigen Bußgeldern von bis zu 15.000 Euro rechnen müssen – und so effektiv einen viel höheren Anreiz haben, einen Energieausweis im Vorhinein zu erstellen. Mit dieser neuen Gesetzgebung reagiert die Bundesregierung auf die bisher spärliche Verbreitung von Energieausweisen und setzt neue EU-Richtlinien um. Für Mieter/Käufer sind diese neuen Regeln sehr zu begrüßen, und aus Sicht des Umweltschutzes werden sich sicherlich Vorteile ergeben, weil “Energieschleudern” energetisch saniert würden, damit Mieter/Käufer nicht zu energieeffizienteren Mitbewerbern abwandern.

Zum Abschluss ein Tipp für Interessenten: Energieausweise sind in der Regel 10 Jahre lang gültig – und bilden entsprechend entweder den Stand zu diesem Zeitpunkt (Bedarfsausweis) oder den Stand der letzten drei Jahre vor Ausstellung (Verbrauchsausweis) ab. Wer aktuellere Informationen sucht, sollte sich zusätzlich die letzte Heizkostenabrechnung (oder auch die der vorherigen Jahre) zeigen lassen, um einen Eindruck von aktuellen Verbräuchen zu gewinnen.

Bauen | Wohnen | Leben: Immobilien Scout24

11. September 2012

Energie sparen bzw. mit Energie bewusst umgehen wird immer wichtiger. Oftmals beginnt dies schon bei den richtigen Entscheidungen im Haus- und Wohnungsbau. Die richtigen Entscheidungen zu treffen und vor allem die richtigen Materialien zu finden, dabei hilft die Bauen | Wohnen | Leben – App. Diese Anwendung, die bisher nur für Apple-Geräte verfügbar war, findet mit der Version 2.0 seinen Einzug in die Android-Welt.

Bauen | Wohnen | Leben - App von Immobilien Scout 24

Der Nutzer kann mit dieser Applikation auf die größte Plattform für Kataloge im Bau- und Renovierungsbereich zugreifen. Das marktführende, mobile Katalogportal im Bereich Bauen, Renovieren und Einrichten bietet dem Benutzer unter anderem die Möglichkeit, direkt mit den gefundenen Anbietern in Kontakt zu treten und ermöglicht dabei den besten Überblick auf Bau-Themen.

Seit dem 01. September 2012 steht die neue Version im Apple- und Android-Store kostenlos zum Download zur Verfügung. Mit dieser App spart man nicht nur Zeit und Geld, sondern auch Berge von Katalogen aus Papier. Einfach mal die App ausprobieren und nachsehen, was es sonst noch für Möglichkeiten für ein energiebewusstes Leben gibt.

Download bei iTunes: http://bit.ly/SLeul7

Download bei Google play:  http://bit.ly/PWQOFS

Warum sollte ich mich für ein energieeffizientes Haus entscheiden?

9. August 2012

Energie

Aufgrund niedriger Darlehenszinsen, steigender Lebenshaltungskosten und schlechter Chancen auf eine ausreichende staatliche Rente spielen immer mehr Menschen mit dem Gedanken, sich in Form eines Eigenheims die eigene Zukunft (und die der Nachkommen) abzusichern. Wenn das Eigenheim erst einmal abbezahlt ist, soweit die Theorie, sind nur noch die laufenden Kosten wie Grundbesitzabgaben (hier beispielweise in Berlin), Versicherungsbeiträge, Haushaltsstrom und Heizenergie zu tragen.

Dabei sind es jedoch gerade die letztgenannten Kostenpositionen, die in den vergangenen Jahren enorm angestiegen sind. Es besteht daher eine gewisse Gefahr, vom Regen in die Traufe zu kommen, wenn man sein eigenes Haus kauft und das Gesparte für die Heizkosten draufgeht. So eine Investition kann als Absicherung für die Zukunft fraglich sein.

Eine sinnvollere Investition wäre die Anschaffung eines energieeffizienten Hauses oder sogar eines sogenannten “Passivhauses“. Dabei bezieht sich der Ausdruck “passiv” auf die Wärmeenergie, die zum Beheizen des Hauses benötigt wird, denn diese soll verschwindend gering sein. Um den Namen “Passivhaus” erhalten zu können, braucht es einen Primärheizenergiebedarf von weniger als 15 kWh pro Quadratmeter. Zum Vergleich: bei Häusern mit herkömmlicher Bauweise ist laut Energieausweis der durchschnittliche Heizenergieverbrauch bei Wohnraum bei 250 kWh pro Quadratmeter. Dieser Unterschied macht sich natürlich in der Heizkostenabrechnung positiv bemerkbar. Für Bauherren ist dies der allerbeste Grund, sich für den Kauf eines Energiesparhauses oder sogar Passivhauses zu entscheiden.

Der geringe Heizbedarf lässt sich auf zweifache Weise erklären:

a) mit der Einbindung erneuerbarer Energien und ungewöhnlicher Energiequellen für die Wärme- und/oder Stromerzeugung: so können hier Solarkollektoren auf dem Dach, Wärmepumpen, oder auch die Sonneneinstrahlung durch die Fenster oder die Körperwärme der Bewohner und einiges mehr genutzt werden. Die herkömmliche (Warmwasser-)Zentralheizung kann dann entfallen bzw. wenn sie verbaut wird, muss sie optimal abgestimmt sein und einen hohen Wirkungsgrad aufweisen.

b) Das Haus ist so konstruiert, dass keine oder nur sehr geringe Wärmeverluste nach außen hin auftreten. Dies wird erreicht durch eine optimale Wärmedämmung ohne Kältebrücken, Fenster mit einem guten Dämmwert, gedämmte Keller- und Dachbodenkonstruktion und luftdichte Bauweise.

Zudem wird bei den meisten Passivhäusern ein ausgeklügeltes System verwendet, dass die Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten in den einzelnen Räumen misst und davon ausgehend die Verwendung der Energie steuert. Dies ersetzt sogar das Lüften, das in herkömmlich gebauten Häusern viel Energie entziehen lässt. Für so manchen Bauherren dürfte es aber gewöhnungsbedürftig sein, nicht mehr zu lüften.

Ein Niedrigenergiehaus bzw. Energiesparhaus muss weniger als 60 kWh Heizenergie pro m² benötigen, um diesen Namen zu erhalten. Beim Neubau ist das Energiesparhaus inzwischen Usus. Das Passivhaus ist somit eigentlich eine energetische Weiterentwicklung des Energiesparhauses.

Den energieeffizienten Häusern gehört die Zukunft. Bisher werden sie vor allem in Massivbauweise als Ein- oder Zweifamilienhäuser errichtet. Es ist aber auch denkbar, Mehrfamilienhäuser als Passivhaus zu bauen. Die relativ hohen Kosten des Baus würden, sofern sie nicht wie im Moment durch günstige Darlehen beispielsweise der KfW-Bank getragen würden, auch relativ hohe Mieten nach sich ziehen. Die niedrigen Heizkosten würden dies jedoch wieder ausgleichen.

Eine Alternative wäre der Ankauf eines schon bestehenden Hauses, beispielsweise auf der Website Hauskaufmarkt kann man entsprechende Angebote finden und dabei natürlich auch auf die energieeffiziente Ausstattung der Immobilie achten.

Das Passivhaus – Funktionen und Ziele

4. Juli 2012

Der Begriff “Passivhaus” bezeichnet – wie oft fälschlicherweise angenommen wird – keinen Markennamen. Vielmehr handelt es sich um ein spezielles Baukonzept, das darauf ausgerichtet ist, ein energieeffizientes, wirtschaftliches Wohnen zu ermöglichen und dabei die Umwelt zu schonen.

Passivhaus in Darmstadt

Foto: Johannes Gerstenberg / pixelio.de

Die Vorteile des Passivhauses liegen auf der Hand. So verzeichnet ein Passivhaus etwa 90% weniger Heizkosten als ein vergleichbares Wohngebäude herkömmlicher Bauweise.
Eine hocheffiziente Außendämmung, die im Vergleich zu anderen Baukonzepten deutlich verstärkt ist, in Wänden, dem Dach und sogar der Bodenplatte sorgt dafür, dass die Wärme, die sich im Haus befindet, optimal genutzt wird.
Doch wie kommt diese Wärme überhaupt in ein Passivhaus? Der Begriff “Passivhaus” steht für ein Baukonzept, das eben keine aktiven Wärmequellen benötigt. Die in Europa üblicherweise verwendete zentrale Warmwasserheizung mit zahlreichen Leitungen, Radiatoren und einem Gas- oder Ölkessel entfällt. Vielmehr zieht das Passivhaus die benötige Wärmeenergie aus eher ungewöhnlichen Wärmequellen. So wird beispielsweise die Körperwärme der Personen, die sich im Haus aufhalten, gespeichert. Auch Wärme, die von laufenden Elektrogeräten erzeugt wird, geht nicht verloren. Zwar handelt es sich hierbei um minimale Temperaturdifferenzen – das Passivhaus ist jedoch in der Lage daraus eine enorme Energieeinsparung zu erwirtschaften. Größte Wärmequelle des Passivhauses ist die einfallende Sonnenenergie. Große Fensterfronten sorgen dafür, dass die Wärme der Sonne gut ins Haus gelangen kann. Durch eine komplexe Dämmung der Fenster wird ein erneutes Entweichen der Wärme aber verhindert.
Die optimale Verteilung der erzielten Wärme übernimmt ein Lüftungssystem im gesamten Haus. Diese sorgt dafür, dass in jedem Raum eine angenehme Raumtemperatur herrscht. Fehlt in einem Raum Wärme, muss kein manuelles Heizen erfolgen. Sensoren in den Lüftungsanlagen registrieren diesen Temperaturunterschied und steuern durch Erwärmung der zugeführten Luft gegen. Auch die Luftfeuchtigkeit wird über dieses System selbstständig vom Passivhaus geregelt. Ein Passivhaus macht demnach nicht nur eine Heizung überflüssig – auch lästiges und zeitintensives Stoßlüften in allen Räumen entfällt komplett. Informationen und Tipps zu energiesparenden Bauweisen finden sie auch bei dem Immobilien-Portal Immo Scout 24.

Ein Passivhaus lässt sich in diversen Bauweisen verwirklichen. So können nicht nur Massivhäuser, sondern auch Häuser in Mischbauweise und sogar Holzhäuser nach dem Passivhausprinzip gebaut werden. Auch öffentliche Gebäude wie Schulen und Behörden werden mittlerweile vermehrt als Passivhäuser geplant.
Das Passivhaus ist das Baukonzept der Zukunft. In Deutschland existieren bereits 20.000 bewohnte Passivhäuser – Tendenz steigend.
Kein Wunder, bietet ein Passivhaus doch Wohnkomfort bei niedrigen Energiekosten. Die Mehrkosten beim Hausbau sollten nicht abschrecken. Ein Großteil wird von staatlichen Fördermitteln abgefangen. Zu der Thematik können Sie sich auch im Passivhaus Forum austauschen.

Energiespar-Tipp: Solarthermie

22. Juni 2012

Solarthermie – die unterschätzte Energiequelle

Wenn über Sonnenenergie gesprochen wird, setzen die meisten Menschen dies mit dem Einsatz von Photovoltaik gleich – also der direkten Umwandlung von Sonnenlicht in Strom durch entsprechende Solarmodule. Vergessen wird dabei oft die Solarthermie, die jedoch immer mehr an Bedeutung gewinnt. Bei dieser Form der Energiegewinnung wird die Sonnenenergie dazu benutzt, ein Medium (in der Regel Wasser oder eine andere geeignete Flüssigkeit) zu erwärmen. Simple Anlagen aus den 80er Jahren sahen oft so aus, dass schwarz lackierte Wasserrohre auf einem Dach verlegt wurden, um damit Freibäder kostengünstig zu beheizen.

Solarthermie, Bild: Wilhelmine Wulff, pixelio.de


Heizung mit Solarthermie

Die Möglichkeiten moderner Solarthermie sind aber ungleich größer. Gerade beim Einsatz in Energiesparhäusern kann eine solche Anlage ein großes Sparpotential entfalten. Dabei wird in unseren Breiten eine spezielle Solarflüssigkeit verwendet, da reines Wasser bei Frost die Anlage beschädigen könnte. Auch der Siedepunkt liegt bei Solarflüssigkeit höher, um zu verhindern, dass Dampf in den Rohren zu einem Stillstand des Heizungssystems führt. In der Regel wird ein Wärmetauscher verwendet, um die Heizenergie in sogenannten Solarpuffern zu speichern. Reicht die Sonneneinstrahlung nicht aus, um das Haus ausreichend zu heizen, wird beim Solarpuffer zusätzlich mit konventioneller Energie Wärme zugeführt. Dies kann entweder über elektrische Systeme geschehen oder durch die Nutzung fossil betriebener Heizkessel. Hier finden Sie einen interessanten Video-Beitrag auf youtube.

Interessante Kostenrechnung bei Solarthermie

Für private Haushalte ist die Nutzung von Solarthermie hierzulande in erster Linie als Heizung interessant, doch auch die Stromerzeugung ist grundsätzlich möglich. So will das ehrgeizige Projekt zur Stromerzeugung in der Wüste (Desertec) die Solarthermie nutzen. Dabei wird im Prinzip mit Hilfe der Sonnenenergie Dampf erzeugt, der dann Turbinen zur Stromerzeugung antreiben soll, wie es auch in herkömmlichen Kraftwerken üblich ist. Die Kosten für eine heimische Heizungsanlage für Solarthermie sind relativ günstig, zumal auch eine staatliche Förderung möglich ist. Da Wartung und Betriebskosten sich ebenfalls in Grenzen halten und Kosten für Brennstoffe nicht oder nur zur zusätzlichen Beheizung anfallen, kann ein Haushalt damit erheblich bei den Energiekosten sparen. Je höher die Kosten für fossile Brennstoffe sind, desto größer ist das langfristige Einsparpotential der Solarthermie für private Haushalte. Allerdings ist das genaue Potential naturgemäß stark vom Standort des Hauses und den lokalen Wetterbedingungen abhängig. Eine erste Idee von Kosten und Einsparungen die für Haushalte durch den Einsatz von Solarthermie entstehen können, bietet solarcontact.de mit einem individuellen Solarrechner.

Energiespar-Tipp: Sparpotential Dusche

8. Juni 2012

Auch wenn wir es nur ungern zugeben: Die meisten von uns sind Warmduscher. Abgesehen von der Energie, die verbraucht wird, um das Wasser zu erwärmen, läuft dabei mehr als ein Drittel unseres Gesamtwasserverbrauchs im Haushalt durch den Abfluss. Grund genug, sich ein paar Gedanken übers Energiesparen beim Duschen zu machen.

Wenig verlockende Sparideen von Umwelt-Aktivisten aus den US


Umweltbewusste Studenten am Oberlin College in Ohio einigten sich auf ein Verkürzen ihrer Duschgänge und postierten in ihrer Öko-WG eine Uhr direkt neben der Dusche. Um möglichst viel Energie einzusparen, verzichten einige Mitglieder der Wohngemeinschaft tagelang völlig aufs Duschen. Umweltbewusstsein auf Kosten der Körperhygiene – das muss nicht sein.
Wer beim Duschen Energie einsparen möchte, muss weder auf die regelmäßige Körperreinigung unter Dusche verzichten noch unter der kalten Dusche frösteln. Umweltbewusst duschen geht viel einfacher.

Sparduschköpfe: Energiesparen ohne Verzicht auf Komfort
Schauen wir uns den Wasserverbrauch beim Duschen genauer an, stellt sich heraus, dass durch einen typischen Duschkopf durchschnittlich zwischen 14 und 18 Liter Wasser pro Minute fließen. Sparduschköpfe reduzieren diese Wassermenge drastisch – zum Teil auf weniger als 9 Liter. Mit dem Einbau eines solchen Duschkopfes lässt sich der Energieverbrauch beim Duschen also im Handumdrehen halbieren.
Viele fürchten, das Duschvergnügen bleibt dabei auf der Strecke, weil das Wasser nur noch aus der Dusche tröpfelt. Dem ist nicht so. Sparduschköpfe sind so konstruiert, dass dem durchlaufenden Wasser Luft beigemischt wird. Dies bestärkt auch das größer gewordenen Bewusstsein für die Wassernutzung in der deutschen Gesellschaft. Eine Initiative erregt in diesem Kontext besonders große Aufmerksamkeit: Viva con Agua. Ihre Parola lautet “Sauberes Trinkwasser und sanitäre Grundversorgung für alle Menschen”. Auf jeden Fall unterstützenswert.

Foto: Gesa D. / pixelio.de

Geringe Investitionskosten – hohes Einsparpotential
Sparduschköpfe werden im Handel in vielen Varianten und Preisklassen angeboten. Preiswerte Modelle sind bereits für rund 20 Euro zu bekommen und lassen sich von jedem Laien ganz unkompliziert installieren. Im Verhältnis dazu ist das Einsparpotential enorm, sodass sich die Anschaffung eines Sparduschkopfes schnell auszahlt.

Fazit: Mit wenig Aufwand und ohne große Investitionen lässt sich durch die Montage eines Sparduschkopfes der Energieverbrauch beim Duschen schnell und wirksam reduzieren. Wer sichergehen will, schaut sich vor Anschaffung eines Sparduschkopfes die Testergebnisse einzelner Produkte an. Der RBB hat einen solchen Produktest durchgeführt. Den Bericht finden Sie hier.Insgesamt zehn Sparduschköpfe unterschiedlicher Hersteller testete beispielsweise der Fachbereich Sanitärtechnik an der Fachhochschule Gelsenkirchen.