Primärenergiebedarf
Samstag, den 29. September 2007Der Primärenergiebedarf dient dazu, in Gebäuden effektiver mit Energie umzugehen. So lässt sich die Umwelt schützen und bares Geld sparen!
Für die Energieeinsparverordnung ist der Primärenergiebedarf entscheidend
Die Energieeinsparverordnung, deren Kern der Primärenergiebedarf ist, will das Sparen von Energie bei Gebäuden fördern und dabei den Technologieeinsatz so weit es geht dem Hausherren und seinen Beratern überlassen. Um hier jedoch verbindliche und vergleichbare Werte zu haben, wurde der Primärenergiebedarf entwickelt. Er enthält alle Faktoren, die Einfluss auf den Energieverbrauch eines Gebäudes haben
Was ist der Primärenergiebedarf?
Der Primärenergiebedarf eines Gebäudes berücksichtigt neben der Energie, die für Heizung und Warmwasser benötigt wird, auch die Verluste, die von der Gewinnung des Energieträgers an seiner Quelle (Bergbau, Ölquelle) über Aufbereitung (Kraftwerk, Raffinerie) und Transport bis zum Gebäude anfallen. So müssen, um eine kWh Strom aus der Steckdose zu erhalten, ca. 2,5 bis 3 kWh Primärenergie im Kraftwerk aufgewendet werden
Wie wird der Primärenergiebedarf ermittelt?
Zur Ermittlung des Primärenergiebedarfs wird der Endenergiebedarf eines Gebäudes mit dem Primärenergiefaktor multipliziert. Dieser Faktor wird in der Energieeinsparverordnung (EnEV) festgelegt. Die Obergrenzen für den Primärenergiebedarf werden für jedes Haus gesondert berechnet. Der Primärenergiebedarf ist abhängig von der Hausgeometrie, dem Verhältnis von Gebäudeoberfläche zu Gebäudevolumen und von der Nutzfläche. Je größer ein Gebäude ist, umso niedriger ist die Obergrenze.