Blower-Door-Test
Mit dem Blower-Door-Test werden Leckagen in der Gebäudehülle aufgespürt, um undichte Stellen zu beheben. Dazu wird die Luftwechselrate ermittelt, die von der Luftdichtheit und der Dichte der Wände abhängig ist.
Schwachstellen in der Gebäudehülle
Um Schwachstellen in Gebäuden, durch die Luft entweichen kann, aufzuspüren, wird ein Differenzdruck- Messverfahren angewandt, der so genannte Blower-Door-Test. Dazu wird ein kalibrierter Ventilator in ein Fenster eingespannt, der innerhalb des Gebäudes einen Über- oder Unterdruck erzeugt. Früher wurde für diesen Test meist eine Tür verwendet, daher der Name Blower-Door-Test. Da es jedoch wichtig ist, auch die Haustür auf eventuelle undichte Stellen zu prüfen, verwendet man heute typischerweise ein Fenster zum Einspannen des Ventilators.
Ablauf der Messung
Beim Blower-Door-Test wird die Luftwechselrate ermittelt. Dazu wird zunächst ein Unterdruck von 50 Pascal im Gebäudeinneren erzeugt. Die Luftmenge, die vom Ventilator transportiert wird, wird gemessen und dieser Luftstrom durch das Volumen des Gebäudes geteilt. Man erhält die Luftwechselrate n50, die von der Luftdichtheit abhängig ist. Sie darf bestimmte Grenzwerte nicht überschreiten. Je kleiner der Wert der Luftwechselrate ist, desto dichter ist die Gebäudehülle. Grundsätzlich ist ein niedriger Wert anzustreben, da undichte Stellen zu einem Energieverlust führen und es durch die entweichende Luft, die sich in der Wand abkühlt, zu Feuchtigkeits- und Schimmelbildung kommen kann.
Leckagen
Der Blower- Door- Test ist durch die EN 13829 Norm geregelt. Die Werte des Blower-Door-Tests dürfen bei Neubauten ohne Lüftungsanlage 3/h nicht überschreiten, bei Gebäuden mit Lüftungsanlage liegt der Grenzwert bei 1,5/h. Das heißt, dass die im Haus befindliche Luft pro Stunde höchstens 1,5 mal ausgetauscht werden darf. Für Passivhäuser und Niedrigenergiehäuser ist eine luftdichte Gebäudehülle besonders wichtig- hier wird eine Luftwechselrate von 0,6/h empfohlen. Der Blower-Door-Test beinhaltet auch das Auffinden von undichten Stellen und Leckagen, die dann abgedichtet werden müssen. Typischerweise sind das Fensteranschlüsse, Steckdosen oder Wandanschlüsse.
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