Archiv der Kategorie ‘Fachbegriffe‘

Fragen zum Energieausweis

Donnerstag, den 20. März 2008

es werden ja auch immer wieder fragen über die Mailadresse zum Energieausweis gestellt. einige sind recht spezifisch, andere drehen sich gern um Fachterminologie. So wurde nach dem Primärenergiebedarf gefragt. so gern ich auch die Fragen beantworte, ein Teil löst sich wie von selbst, indem man einfach die Suchefunktion des Blogs nutzt. Es sind bereits recht viele Fachbegriffe rund um den Energieausweis im Blog erläutert und warten nur darauf, gefunden zu werden.

Fragen zum Energieausweis

Mittwoch, den 21. November 2007

Ab und zu erreichen uns auch per Mail (Energieexperte[at]hotmail.de) Fragen rund um den Energieausweis. Das liegt daran, dass vielen Menschen die Fachsprache rund um den Energieausweis nicht geläufig ist. durch die Einführung des Energieausweises ist ja jeder Hauseigentümer mehr oder weniger gezwungen, sich mit dem Thema auseinander zusetzen. Es ist sinnvoll, bei Unklarheiten nachzufragen und ich beantworte hier gerne fragen. Es gibt z.B. noch Erklärungsbedarf bezüglich der Gesamtenergieffizienz. In diesem Fall habe ich es allerdings einfach, da hier bereits schon einmal erklärt wurde, was es mit der Gesamtenergieffizienz auf sich hat.

Bauvorlageberechtigung

Montag, den 8. Oktober 2007

Eine Bauvorlageberechtigung ist für die Genehmigung eines Bauvorhabens erforderlich. Bauvorlageberechtigt sind Architekten und Ingenieure.

Voraussetzungen zur Bauvorlageberechtigung

Die Bauvorlageberechtigung liegt bei den Entwurfsverfassern, die damit auch für deren Inhalt verantwortlich ist. Dies sind Architekten, die Mitglied in einer Architektenkammer sind und mindestens 2- 3 Jahre Berufserfahrung vorweisen können. Auch Bauingenieure, die Mitglied einer Ingenieurskammer und dort in die Liste der Bauvorlageberechtigten eingetragen sind, haben ebenfalls die Befähigung, Genehmigungsplanungen für Bauvorhaben zu unterzeichnen.

Landesrechtliche Unterschiede

Da Bauvorlageberechtigungen unter Länderrecht fallen, unterscheiden sich die Voraussetzungen teilweise. Die Anforderungen an die Entwurfsverfasser sind durch die Landesbauordnung und die Regeln der Architekten- und Ingenieurskammern festgelegt.
In einigen Bundesländern gibt es zusätzlich zu der Großen Bauvorlageberechtigung, die für alle Bauwerke gilt, eine Kleine Bauvorlageberechtigung, die Absolventen eines Bauingenieur- oder Architekturstudiums sowie Mauerer-, Betonbau- und Zimmermeister erhalten.

Verantwortung

Zur Genehmigung eines Bauvorhabens sind zahlreiche Nachweise erforderlich, z.B. über Standsicherheit, Brandschutz und Schallschutz. In den letzten Jahren kam den Bauvorlageberechtigten in diesem Zusammenhang immer mehr Verantwortung zu. Daher fordern die Ingenieurskammern, dass eine Große Bauvorlageberechtigung nur von Mitgliedern dieser Kammern ausgestellt werden dürfe, damit eine Aufsicht durch die Kammern gewährleistet werden kann.

Wärmebrücke

Montag, den 8. Oktober 2007

Die Außenwände eines Gebäudes sollten gut isoliert sein, damit das Temperaturgefälle zwischen Außen und Innen ausgeglichen wird. An Stellen, wo diese Isolierung mangelhaft ist, entstehen so genannte Wärmebrücken. Hier kann es im schlimmsten Fall zu Schimmelbildung kommen.

Wärmebrücke

Durch Wärmebrücken fließt die warme Raumluft schneller nach außen ab als in durch andere Bauteile. Dadurch herrschen im Bereich von Wärmebrücken an den Innenwänden niedrigere Temperaturen als in deren Umgebung, die Raumluft wird dort abgekühlt. Kühlere Luft kann allerdings weniger Wasser speichern als warme Luft- es kommt zu Feuchtigkeitsablagerung an der Wand, die einen Nährboden für Schimmel darstellt. Diese Schimmelbildung kann auch innerhalb eines Bauteiles stattfinden, wenn der Taupunkt der Luft innerhalb des Mauerwerkes oder der Isolierschicht liegt.

Vermeidung von Wärmebrücken

Meist findet man Wärmebrücken an Bauteilübergängen. Konstruktive Wärmebrücken entstehen, wenn Bauteile mit höherer Wärmeleitfähigkeit eine gedämmt Bauwand durchstoßen, z.B. an Balkonen, Rollladenkästen oder Fensterüberhängen. Bei geometrischen Wärmebrücken steht einer Innenwand eine größere Außenfläche gegenüber, dadurch kommt es zu erhöhtem Abfließen warmer Luft. Dies sind meist Ecken oder Mauervorsprünge. Wärmebrücken entstehen oft durch mangelhafte Planung des Mauerwerkes. Konstruktionsfehler durch ausragende Bauteile können nachträglich nur schwer behoben werden, daher ist bei der Planung unbedingt darauf zu achten, dass solche Schwachstellen vermieden werden. Wärmebrücken an Balkonen können z.B. durch den Einsatz von Isolierkörben verringert werden.

Negative Folgen

Finden sich in einem Gebäue viele Wärmebrücken, leiden nicht nur die Dämmeigenschaften. Neben der Gefahr der Schimmelbildung kommt es auch zu erhöhtem Heizkosten und Energieverbrauch. Durch das eigene Heiz- und Lüftungsverhalten kann man die Folgen von Wärmebrücken mildern, Planungsfehler sind nachträglich jedoch auch bei einer Renovierung nur schwer zu beheben. In der Energieeinsparverordnung ist daher festgelegt, dass Wärmebrücken in neuen Gebäuden vermieden werden müssen.

Bandtacho

Sonntag, den 7. Oktober 2007

Mit dem Bandtacho wird der Primärenergiebedarf eines Gebäudes grafisch dargestellt. Eine effiziente Energienutzung wird grün, eine wenig effiziente rot dargestellt.

Der Energiepass

Im Energiepass der Deutschen Energie Agentur dena, den sich Hausbesitzer ausstellen lassen können, wird die Energieeffizienz des jeweiligen Gebäudes in einem Bandtacho angegeben. Sie beschreibt den Nutzungsgrad der aufgewendeten Energie und variiert je nach Gebäudetyp und Baujahr.

Energieeffizienzklassen

Nach dem jeweiligen Primärenergiebedarf werden Häuser in Energieeffizienzklassen eingeteilt. Diese reichen von A (sehr effizient) bis I (kaum effizient). Zunächst wurde die Klassifizierung in Form eines Treppenlabels angegeben. Die dabei erfolgende scharfe Abgrenzung der Energieklassen ist in der Realität jedoch wenig effektiv. Sie gibt eine Genauigkeit bei der Messung des Energieverbrauchs vor, die nicht gewährleistet werden kann. Daher ging die dena zur Verwendung eines Bandtachos über.

Visualisierung durch den Bandtacho
Der Bandtacho stellt die Übergänge zwischen sehr effizienter und wenig effizienter Energienutzung fließend dar. Er reicht von grün (Klasse A) über gelb und orange bis rot (Klasse I). Vergleichswerte wie die Energieklassen eines durchschnittlichem modernisierten Gebäudes und eines nicht modernisierter Altbaus sind ebenfalls eingetragen. Das hilft bei der Einordnung der Energiewerte des eigenen Gebäudes.

BAFA

Sonntag, den 7. Oktober 2007

Die Wärmeschutzverordnung wurde erstmals 1977 vom Bundestag beschlossen, der damit auf die Energieproblematik reagierte. Bis 1995 wurde in der Wärmeschutzverordnung genau beschrieben, wie bei Gebäuden durch bauliche Maßnahmen Energie gespart werden kann.

Gründe der Wärmeschutzverordnung

Als es 1973 zur ersten Ölkrise kam, wurde den westlichen Regierungen bewusst, wie sehr sie auf fossile Brennstoffe angewiesen waren und in welchem Ausmaß diese zum Teil verschwendet wurden. Um dieser Situation und auch den steigenden Energiepreisen zu begegnen, wurde als Teil des Energieeinsparungsgesetzes die Wärmeschutzverordnung verabschiedet.

Inhalte der Wärmeschutzverordnung

In ihrer zweiten Novellierung 1995 wurde in der Wärmeschutzverordnung festgeschrieben, dass bei neuen Gebäuden und bei genehmigungspflichtigen Umbauten an bestehenden Gebäuden bestimmte Mindestanforderungen an Wärmedämmung sowie Wärmeverluste erfüllt werden müssen. Ziel der Wärmeschutzverordnung war ein verbesserter Klimaschutz durch weniger CO2-Ausstoß.

Aus der Wärmeschutzverordnung wird die Energieeinsparverordnung

Am 1. Februar 2002 wurde die Wärmeschutzverordnung durch die neue Energieeinsparverordnung abgelöst. Diese vereint erstmals die Wärmeschutzverordnung und die Heizungsanlagenverordnung in einem rechtsverbindlichen Dokument. Am Inhalt hat sich jedoch nicht grundlegendes geändert – noch immer ist es das Ziel, Gebäude durch geeignete bauliche Maßnahmen noch energieeffizienter zu machen.

Wärmeschutzverordnung

Samstag, den 6. Oktober 2007

Die Wärmeschutzverordnung wurde erstmals 1977 vom Bundestag beschlossen, der damit auf die Energieproblematik reagierte. Bis 1995 wurde in der Wärmeschutzverordnung genau beschrieben, wie bei Gebäuden durch bauliche Maßnahmen Energie gespart werden kann.

Gründe der Wärmeschutzverordnung

Als es 1973 zur ersten Ölkrise kam, wurde den westlichen Regierungen bewusst, wie sehr sie auf fossile Brennstoffe angewiesen waren und in welchem Ausmaß diese zum Teil verschwendet wurden. Um dieser Situation und auch den steigenden Energiepreisen zu begegnen, wurde als Teil des Energieeinsparungsgesetzes die Wärmeschutzverordnung verabschiedet.

Inhalte der Wärmeschutzverordnung

In ihrer zweiten Novellierung 1995 wurde in der Wärmeschutzverordnung festgeschrieben, dass bei neuen Gebäuden und bei genehmigungspflichtigen Umbauten an bestehenden Gebäuden bestimmte Mindestanforderungen an Wärmedämmung sowie Wärmeverluste erfüllt werden müssen. Ziel der Wärmeschutzverordnung war ein verbesserter Klimaschutz durch weniger CO2-Ausstoß.

Aus der Wärmeschutzverordnung wird die Energieeinsparverordnung

Am 1. Februar 2002 wurde die Wärmeschutzverordnung durch die neue Energieeinsparverordnung abgelöst. Diese vereint erstmals die Wärmeschutzverordnung und die Heizungsanlagenverordnung in einem rechtsverbindlichen Dokument. Am Inhalt hat sich jedoch nicht grundlegendes geändert – noch immer ist es das Ziel, Gebäude durch geeignete bauliche Maßnahmen noch energieeffizienter zu machen.

Wärmedurchgangswiderstand

Freitag, den 5. Oktober 2007

Als Wärmedurchgangswiderstand wird der Widerstand bezeichnet, den ein Bauteil der abfließenden Wärme entgegen bringt. Der Temperaturunterschied zwischen Außenluft und Raumluft wird bei der Berechnung mit einem Kelvin angesetzt.

Wärmedämmung der Außenwände

Der abfließenden Wärme wird durch Bauteile ein bestimmter Widerstand entgegen gesetzt. Vor allem bei Außenwänden stellt der Wärmedurchgangswiderstand einen wichtigen Kennwert dar. Er kann spezifisch für ein Material bestimmt werden, wobei auch der Temperaturunterschied zwischen Raumluft und Außenluft berücksichtig wird. Der Wärmedurchgangswiderstand gibt Auskunft über die Dämmeigenschaften eines Materials.

Berechnung des Wärmedurchgangswiderstandes

Der Wärmedurchgangswiderstand ist der Kehrwert des Wärmedurchgangskoeffizienten. Der Wärmedurchgangskoeffizient wird auch als Wärmedämmwert bezeichnet. Er ist die Maßeinheit für den Wärmestromdurchgang durch eine Schicht von Materialien. Er gibt die Energiemenge an, die in einer Stunde durch eine Fläche von 1 m² fließt, wenn sich die Außen- und Innentemperatur um 1 Kelvin unterscheiden. Dieser Koeffizient wird in W/(K*m²) angegeben, der Wärmedurchgangswiderstand als sein Kehrwert entsprechend in (K*m²)/W.

Durchlassfähigkeit von Materialien

Für die Wärmeübertragung gelten bestimmte Grenzwerte, die eingehalten werden müssen. Je höher der Wärmedurchgangswiderstand, desto besser sind die Wärmedämmeigenschaften des jeweiligen Bauteils. Das ist nicht nur aus Wärmeschutzgründen vorteilhaft, sondern hilft auch, Energie zu sparen, da die Abgabe von Wärme an die Außenluft und damit ein Energieverlust verringert werden.

Trinkwasserwärmebedarf

Donnerstag, den 4. Oktober 2007

Der Trinkwasserwärmebedarf gibt an, wie viel Energie zur Erwärmung des Trinkwassers notwendig ist. Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) wurde ein pauschaler Wert für den Trinkwasserwärmebedarf eines jeden Gebäudes etabliert.

Trinkwasserwärmebedarf

Die Energiemenge, die zur Erwärmung des Trinkwassers notwendig ist, wird als Trinkwasserwärmebedarf bezeichnet. Ähnlich dem Heizwärmebedarf wird sie in Kilowattstunden pro m² pro Jahr angegeben (kWh/m²*a).

Pauschaler Wert

Durch die Energieeinsparverordnung von 2002 wird der jährliche Trinkwasserwärmebedarf pauschal mit 12,5 kWh/m²*a festgelegt, was einem Bedarf von 23 l/Person/Tag entspricht. Dieser Wert wird von Experten als eher niedrig angesehen. Gleichzeitig wird durch einen einheitlichen Wert die Berechnung des Jahres- Primärenergiebedarfs erleichtert.

Primärenergiebedarf

Der Jahres- Primärenergiebedarf gibt an, wie viel Energie benötigt wird, um ein Gebäude ein Jahr zu beheizen und mit warmem Trinkwasser zu versorgen. Er wird ebenfalls in kWh pro Jahr und m² angegeben. Er wird berechnet, indem der Jahres- Heizwärmebedarf und der Trinkwasserwärmebedarf addiert werden und davon die Anlagenaufwandszahl abgezogen wird. Die Anlagenaufwandszahl ist das Maß für die Effizienz der Anlagentechnik; je niedriger sie ist, desto wirkungsvoller ist das Heiz- und Warmwasserbereitungssystem.

Transmissionswärmeverlust

Mittwoch, den 3. Oktober 2007

Über die Hauswände wird Wärme nach außen und an Nachbarwohnungen abgegeben. Diesen Wärmetransfer bezeichnet man als Transmissionswärmeverlust. Er sollte möglichst gering gehalten werden.

Transmissionswärmeverlust

Nicht nur das eigene Heizverhalten beeinflusst die Höhe der Heizkosten, auch das der Nachbarn spielt eine Rolle. Ist eine beheizte Wohnung von mehreren weniger stark beheizten Räumen umgeben, findet durch den Transmissionswärmeverlust eine Wärmeabgabe an die anliegen Wohnungen statt. Dadurch können die eigenen Heizkosten teilweise spürbar steigen. Daher werden Heizkosten in Mehrfamilienhäusern auch flächenmäßig umgerechnet, da andere Wohnungen von dem Heizverhalten der Nachbarn profitieren können.

Wärmeabgabe nach außen

Nicht nur zwischen einzelnen Wohnungen können Transmissionswärmeverluste entstehen, auch über die Außenwände eines Gebäudes wird Wärme abgegeben. Der Wärmedurchgangskoeffizient, kurz U-Wert, beschreibt, wie viel Energie pro Stunde durch 1  m² Wandfläche nach außen fließt. Dieser Wert sollte möglichst niedrig sein, um unnötige Energieverluste zu vermeiden. Das erreicht man durch den Einsatz geeigneter Bau- und Dämmmaterialien.

Grenzwerte der EnEV

In der Energieeinsparverordnung (EnEV) wurden Grenzwerte für die Transmissionswärmeverluste von Gebäuden festgelegt. Für Nichtwohngebäude mit einem hohen Fensteranteil liegt der zulässige Transmissionswärmeverlust bei 1,55 W/(m²*K). Bei kleineren Gebäuden mit einer oder mehreren Wohnungen ist der Wert niedriger und liegt bei 0,44 W/(m²*K). Ein geringer Transmissionswärmeverlust ist jedoch nicht nur aufgrund gesetzlicher Bestimmungen erstrebenswert, sondern hilft auch, die Heizkosten zu senken, da dadurch weniger Wärme nach außen entweicht.