Energieausweis im Focus

Der Focus hat sich dem Energieausweis gewidmet. Leider finde ich den Artikel nicht richtig überzeugend. Das fängt damit an, dass nach dem Teasertext der Satz folgt: “Seit dem 1. Juli können sich Miet- und Kaufinteressenten einer Immobilie vom Hausbesitzer einen  Energieausweis zeigen lassen.”Der Verfasser kennt offensichtlich nicht den Unterschied zwischen Eigentümer und Besitzer. Vom Besitzer kann der Kaufinteressent sicherlich nicht das Haus erwerben. Der Artikel rät weiterhin dazu, dass sich an einer Wohnung oder einem Haus Interessierte sich den Bedarfsausweis zeigenlassen sollen. Es klingt ein wenig so, als würde der Immobilieneigentümer beide Arten des Ausweises parat halten. Interessenten können sich lediglich vergewissern, um welche Art es sich bei dem vorgelegten Ausweis handelt; ob Bedarfsausweis oder Verbrauchsausweis.

Weitere Energieausweis-News:

Tags: ,

4 Reaktionen zu “Energieausweis im Focus”

  1. v.k.

    Das ist eben investigativer Journalismus. Es auch nicht erwähnt, dass ab 1. Juli 2008 zunächst erst einmal nur Bestandsbauten in die Ausweispflicht fallen, die vor 1966 errichtet wurden. Für alle anderen wird der Ausweis bei Vermietung/Verkauf erst ab 1.1.2009 verpflichtend.
    Der Energieausweis enthält auf Seite 2 die Tabellen für die bedarfsorientierte Ermittlung, auf Seite 3 die für die verbrauchsbasierte Erfassung. Man erhält also recht schnell einen Überblick, welche Ausweisart vorliegt.
    Ich lese aus dem Artikel eher wieder den (falschen) Hinweis, dass nur der Bedarfsausweis gültig ist. Langsam kann man den Eindruck gewinnen, das Hauseigentümer hier bewusst irregeführt werden sollen.

  2. immobilien

    Gibt es eigentlich rechtliche Konsequenzen wenn ein Eigentümer keinen Ausweis hat???

  3. Energieexperte

    @immobilien: Die Nichtvorlage des Energieausweises wird als Ordnungswidrigkeit betrachtet, die mit einer Geldbuße von bis zu 15.000 Euro geahndet werden kann.

  4. v.k.

    stimmt…man sollte die Sache nicht auf die leichte Schulter nehmen. Es wird wohl nicht lange dauern, bis die ersten Abmahn-Kanzleien das Thema für sich entdecken

Einen Kommentar schreiben