Plusminus von Energieausweisen aus dem Netz enttäuscht
Das ARD-Magazin Plusminus hat sich zehn Energieausweise aus dem Internet bestellt. das Ergebnis war ernüchternd. Keiner der bestellten zehn Ausweise hat laut Plusminus die gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Geprüft wurden die Ausweise von Mitarbeitern der Verbraucherzentrale Saarland. Auf der Webseite von Plusminus empfehlen die Fachleute den Bedarfsausweis. Nett ist die Formulierung dort: “Der Energiesausweis nach Verbrauch ist nur gut gemeint.”
Die Frage ist trotzdem, ob sich nicht die Mehrheit der Hauseigentümer von dem simplen Kostenfaktor leiten lassen wird?
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Am 11. Juli 2008 um 11:57 Uhr
In dem Zusammenhang möchte ich auf einen neuen Blog zu diesem Thema hinweisen mit guten Artikeln zur Thematik Verbrauchs- und Bedarfsausweise: http://energiepass.wordpress.com
Am 11. Juli 2008 um 23:13 Uhr
er Beitrag von plusminus enthielt doch jede Menge unrichtiger Darstellungen..die insgesamt schon erschütternd waren, wenn man bedenkt, dass ein erfahrener energieberater durch die Sendung führte.
Ich habe mal unter
http://energiepass.wordpress.com/2008/07/10/plusminus-beitrag-unausgereifte-energieausweisebrief-an-die-redaktion/
eine Stellungnahme zum Beitrag verfasst.
dabei geht es garnicht darum, fehlerhafte Energieausweise zu verteidigen, dass einige Online-Anbieter ein Qualitätsproblem haben, hat ja bereits die Verbraucherzentrale NRW ausführlich veröffentlicht.
Der Bericht von plusminus enthält allerdings einige generelle Falschaussagen zur Bewertung der verschiedenen Ausweisarten…und ich denke mal, dass ist so nicht hinnehmbar..
Am 21. Juli 2008 um 15:51 Uhr
Wie ich gelesen habe, nutzen einige Anbieter die Software der DENA um die Ausweise zu erstellen… hier sollte doch kein Fehlerpotenzial bestehen ?!
Am 5. August 2008 um 00:00 Uhr
letztlich ist es nicht unbedingt eine Frage der Software, die Berechnungen sind einigermaßen simpel. Wichtig ist, dass automatische Plausibilitätsprüfungen vorhanden sind (in sinnvollem Maße) und natürlich ein Aussteller über alles noch mal drüberschaut, der genügend Fachwissen und Erfahrung besitzt, um die Plausibilität der Angaben und Ergebnisse einzuschätzen.
Die dena ist im übrigen keine Bundesbehörde o.ä. und besitzt nicht automatisch Wissens- und Meinungsmonopol in Fragen Energieausweis. Die dena ist eine GmbH und verfolgt durchaus auch wirtschaftliche Interessen bei der Verbreitung von Informationen zum o.g. Thema.
Am 13. August 2008 um 19:25 Uhr
Klar, daß die Branche schnell im Wachsen ist. Was man aber vergessen hat ist die Notwendigkeit, ein eigenes Zertifizierungssystem für Energieausweise zu errichten. Wenn man weiß, wie hier tlw gearbeitet wird kann man sich vorstellen wie schwer es seriöse Anbieter in ein paar Monaten haben werden.