Energielabel
Freitag, den 14. September 2007Auch für Gebäude kann errechnet werden, ob Energie in ihnen effizient genutzt wird, oder ob durch mangelnde Dämmung oder veraltete technische Anlange viel Energie verloren geht. Danach können Gebäude in Energieeffizienzklassen eingeteilt werden.
Ursprung: Energieverbrauch von Elektrogeräten
Energielabel sind den Meisten im Zusammenhang mit dem Kauf von Elektrogeräten ein Begriff. Bei den Energielabeln handelt es sich um Aufkleber, die den Energieverbrauch der Haushaltsgeräte angeben und sie entsprechend in Energieeffizienzklassen von A++ bis G einteilen. Die Energielabel sollen dem Kunden beim Kauf eine Orientierung bieten. Dieses Konzept wurde nun auf Gebäude übertragen.
Darstellung im Energieausweis
Der Energieausweis, der für Neubauten bereits Pflicht ist und beginnend mit dem 1. Oktober 2007 schrittweise auch für andere Gebäude eingeführt werden soll, enthält Angaben zum Energiebedarf eines Gebäudes für Heizung, Warmwasser, Lüftung etc. Daraus lässt sich die Gesamtenergieeffizienz des Hauses errechnen. Diese wird in einem Energielabel dargestellt. Die Energieeffizienzklassen reichen von dem grün unterlegten Bereich A (sehr effiziente Energienutzung) bis zum roten Bereich I (wenig effizient).
Abgrenzung der Effizienzklassen
Zunächst wurde für die Darstellung der Effizienzklassen ein Energielabel in Treppenform benutzt, welches dem von Haushaltsgeräten her bekannten Label ähnlich sieht. Dies wurde jedoch geändert, da eine scharfe Trennung der Energieeffizienzklassen bei Gebäuden kaum möglich ist. Eine dafür erforderliche Genauigkeit bei der Messung und Errechnung des Energiebedarfs ist in der Realität nicht zu erreichen. Daher ging die Deutsche Energie Agentur dena dazu über, einen Bandtacho als Energielabel zu benutzten, in dem die Energieeffizienzklassen fließend dargestellt werden.